Das Gesetz zur Energiewende und Grünem Wachstum («La loi relative à la transition énergétique pour la croissance verte»), welches im Jahre 2015 verabschiedet wurde, ermöglicht erstmals die Direktvermarktung der Stromproduktion in Frankreich. Das Prinzip folgt dem deutschen Marktprämienmodell, auch wenn es einige Abweichungen aufweist:

Bei negativen Marktpreisen erhalten Betreiber von Wind- oder PV-Anlagen nur dann eine Prämie, wenn ihre Anlagen keine Energie ins Netz einspeisen und nur dann, wenn ein jährlicher Grenzwert von Anzahl Stunden mit Negativausführung erreicht wird. Dies dient als Anreiz zur Implementierung der Fernsteuerbarkeit der Anlagen, welche vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben ist. Ebenfalls wird der Marktreferenzpreis nur mittels positiven Spotpreisen berechnet.

Per Beginn 2017 wurde zudem ein komplementärer Kapazitätsmarkt eingeführt, welcher die Stromproduzenten dazu verpflichtet, ihre installierte Leistung zu zertifizieren. Dies betrifft jedoch nur die Wintermonate, wo das Risiko von Energieengpässen gross ist. Die sogenannten Kapazitätsgarantien können gehandelt werden und verpflichten ihren Besitzer zu gewissen (vom Netzbetreiber RTE festgelegten) Zeitpunkten die volle Leistung zu liefern.

 

Wir übernehmen auch in Frankreich Ihr gesamtes Risiko

Wir wenden uns mit diesem Angebot an alle Direktvermarkter, die noch nicht über ein eigenes Intradaymanagement verfügen oder an jene, welche die Kosten für ihre Intradayoptimierung reduzieren möchten. Wir übernehmen für Direktvermarkter das Risiko aus den Bilanzkreisabweichungen und stellen die Direktvermarkter gegenüber Intraday Produktionsveränderungen physisch glatt. Es ist erklärtes Ziel, gerade kleinen und mittleren Direktvermarktern eine optimale Lösung für das Intraday Positionsmanagement anzubieten. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Intradayhandel und unseren selbst entwickelten Handelsstrategien, können wir eine kostengünstige Optimierung Ihrer Anlagen anbieten. Durch unsere Unabhängigkeit von etablierten Stromkonzernen und großen Direktvermarktern gibt es keine Interessenskonflikte.

 

Optimierungsablauf

  • Der Direktvermarkter informiert WET AG über verfügbare Kapazitäten mittels EDV-Datenaustausch
  • WET AG stellt dem Direktvermarkter die Windvorhersage für die Day-Ahead Auktion zur Verfügung
  • Der Direktvermarkter vermarktet die vorhergesagten Produktionsmengen an der EPEX Spot Auktion
  • Durch dieses Vorgehen erhält der Direktvermarkter sofort die Spot-Erlöse
  • Die WET AG liefert die Produktionsmengen aus ihrem Hauptbilanzkreis an den Direktvermarkter
  • Die WET AG erhält stündliche Prognoseupdates und gleicht Abweichungen an der EPEX Intraday Börse aus
  • Die WET AG trägt alle anfallenden Ausgleichsenergiekosten

 

Abwicklung

  • Wöchentlich verrechnet die WET AG mit dem Direktvermarkter die Servicegebühren und Guthaben- bzw. Rechnungsbeträge aus zusätzlicher oder ausgebliebener Produktion
  • Sollten Produktionsdaten nicht vorliegen, werden die aktuellsten Prognosedaten herangezogen
  • Eine jährliche oder auf Wunsch auch quartalsweise Abschlussrechnung gleicht alle Schätzwerte aus

 

Voraussetzungen

  • Der Direktvermarkter ordnet seinen MPM Bilanzkreis als Unterbilanzkreis der WET AG zu
  • Die WET AG stellt dem Direktvermarkter eine Garantie in angemessener Höhe aus

 

 

Bei Interesse, Rückfragen oder Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt

Wind Energy Trading AG
Chemin Messidor 5
CH-1006 Lausanne
Tel.:  +41 21 510 2140 

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